Liebe bis zum letzten Atemzug ♥
Unsere Oma Jessica hat ihre letzte Reise angetreten...
Ein ganzes Leben lang hat sie im Shelter verbracht – alt geworden, ohne Familie, ohne Zuhause, ohne weiches Bett. Doch dann wurde sie gesehen. Von Thomas.
Thomas hat Jessica von der ersten Sekunde an geliebt. Er hat sie aufgenommen, gepflegt, versorgt, gestreichelt, geliebt – einfach angenommen, so wie sie war. Alt, ein wenig müde, begleitet von alten Wunden und Schmerzen, aber voller Sanftmut und stiller Würde.
Er hat ihr gezeigt, was es heißt, angekommen zu sein. Jessica durfte die letzten Monate ihres Lebens in einem schönen Haus verbringen, inmitten eines kleinen Rudels, mit einem großen Garten voller Düfte und Geräusche. Und obwohl ihre Beine sie kaum noch trugen, ging sie jeden Tag hinaus – bei Sonne, Wind und Regen. Der Garten war ihre große Liebe.
Ich war auf meine Art ein Teil des Rudels. Nicht mittendrin – aber da. Präsent. Gemocht. Und dankbar, dieses kleine Wunder miterleben zu dürfen.
Dann, als ihre Kraft sie verließ, als ihre Beine sie nicht mehr tragen wollten, tat Thomas das Größte, was man tun kann: Er ließ sie los – sanft, in Liebe, im Wissen, dass sie nun frei ist. Jetzt kann sie wieder springen, laufen, leicht sein.
ABSCHIEDSGEDICHT FÜR OMA JESSICA
(Ein letzter Gruß – so leise, so schön, so voller Liebe.)
So viele Jahre – grau und schwer,
kein Platz, kein Herz, kein Stückchen mehr.
Nur kalte Wände, rauer Stein –
so lang musst’ du im Schatten sein.
Doch dann kam Licht in deine Zeit,
ein Herz, das sah – ganz still, ganz weit.
Ein Mensch, der spürte, wer du bist,
der dich mit Liebe nicht vergisst.
Ein Haus, so warm, ein Garten groß,
die Freiheit – endlich grenzenlos.
Das Gras, das deine Pfoten küsst,
der Regen, der dich tanzen lässt.
Zum ersten Mal ein Platz, ein Wir,
ein kleines Rudel – Heimat hier.
Ich war dabei, ganz still, ganz nah,
nicht mittendrin – und doch da.
Dann wurd’ dein Atem leis’ und sacht,
die Tage still, die Nächte sacht.
Da tat dein Mensch, was Liebe kann –
ließ los, hielt fest – ein starker Mann.
Er gab dich frei, mit Tränen sacht,
weil Liebe auch das Loslass’n macht.
Nun läufst du leicht, von Schmerz befreit,
im Garten dort – in Ewigkeit.
DANKE, THOMAS.
Für dein Herz.
Für deine Wärme.
Für all das, was du Jessica geschenkt hast. Sie durfte erleben, was viele nie kennenlernen – Familie, Liebe, Geborgenheit. Und das bleibt. Für immer.
Jessica, auch wir – die Mädels der Labus Family – durften dich kennenlernen. Wir durften dich streicheln und in dir die wundervolle Seele spüren, die du bist. Wir sind von Herzen dankbar, dass du noch einmal so viel Liebe erfahren durftest.
Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass es richtig ist, dass auch ein Hund in seinen letzten Tagen oder Monaten noch einmal Liebe erfahren darf. Dafür stehen wir. Dafür steht Projekt LebensWert.
Wir kämpfen für die Hospizhunde – denn jede Seele, jedes Tier hat es verdient, einmal im Leben geliebt zu werden, ein Zuhause zu haben und in den Armen gehalten gehen zu dürfen.
PROJEKT LEBENSWERT – UNSERE HALTUNG
Hinter dem Hospizhunde-Projekt und dem gesamten Projekt LebensWert steht eine klare Haltung:
Jeder Hund hat es verdient, geliebt zu werden. Jeder Hund und jede Katze haben es verdient, auf ihrem letzten Weg gehalten zu werden – in Wärme, Würde und Liebe.
Egal, ob ein Tag, eine Woche oder ein Jahr: Es ist nicht die Zeit, die zählt – es ist die Liebe, die sie in dieser Zeit spüren dürfen.
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