Rumänien-Report Teil 2 - Rettung, Kastrationen und Hoffnung
Denn auch im eigenen Tierheim Help Labus gibt es trotz aller Liebe und Fürsorge noch viel zu tun. Viele Hunde benötigen dringend medizinische Versorgung, viele Gehege sind alt, marode oder stehen regelmäßig unter Wasser. Was heute möglich ist – satt und sauber – gelingt nur, weil Corina 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche mit 300 Prozent Einsatz für ihre Tiere kämpft.
Doch das allein reicht nicht. Es braucht mehr finanzielle Mittel, mehr Personal, mehr Unterstützung – damit aus Überleben irgendwann wirklich Leben werden kann.
Kastrationen – der Schlüssel zur Veränderung
Ein zentraler Teil unserer Arbeit ist die Kastration der Tiere. Nur so können wir verhindern, dass immer neuer Nachwuchs des Leids geboren wird. Jede einzelne Kastration bedeutet weniger Welpen, die in diesem Elend zur Welt kommen, weniger Leid, weniger hoffnungslose Schicksale.
Kastrationen sind der wichtigste Schritt, um langfristig eine Veränderung zu schaffen – denn sie brechen den Kreislauf von Leid und Überpopulation direkt an der Wurzel.
Respekt und Dank an unsere Mitstreiter
Unser tief empfundener Dank gilt allen, die uns auf diesem schweren Weg begleiten. Ein besonderer Dank geht an unsere Kolleginnen und Kollegen von Metanoia Tiernothilfe, die seit vielen Jahren vor Ort versuchen zu helfen und mit unermüdlichem Einsatz Großartiges leisten.
Ebenso danken wir unseren Pflegestellen – sie sind das Herz unseres Vereins und machen es möglich, dass gerettete Hunde nicht nur überleben, sondern auch endlich ankommen dürfen. Auch die Mitarbeitenden im Shelter Ecosal verdienen Anerkennung dafür, dass sie uns trotz aller Widrigkeiten ermöglicht haben, dort aktiv zu werden und Entscheidungen zu treffen.
Rest in Peace – Für die, die wir nicht retten konnten
Die kleine alte Hündin ohne Namen war bereits tief in unseren Herzen, noch bevor wir sie überhaupt erreichen konnten. Sie starb in der Nacht, bevor wir sie holen wollten. Wir sind unendlich traurig und zutiefst bestürzt darüber, dass wir ihr keine neue Chance auf ein glückliches Leben schenken konnten.
Wir wollen auch Abschied nehmen von unserer kleinen Kämpferin Susi. Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Lucian konnten wir sie aus diesem grausamen Shelter retten. Sie waren die zwei kleinsten Welpen dort, kaum ein paar Wochen alt, und wir haben sie sofort in eine Tierklinik gebracht. Beide wurden dort gegen Parvovirose behandelt – doch für Susi kam jede Hilfe zu spät.
Lucian hat bitterlich geweint, als seine kleine Schwester gestorben ist. Deshalb durfte er nun auf eine Pflegestelle zu unserer wunderbaren Tierärztin Silvia Tiol umziehen. Dort kann der kleine Prinz sich erholen und zur Ruhe kommen, bis er alt genug ist, um auszureisen. Und: Er hat bereits eine feste Zusage für eine Pflegestelle – ein kleiner Hoffnungsschimmer inmitten all des Schmerzes.
Diese kleinen Seelen werden niemals vergessen. Sie sind der Grund, warum wir niemals aufhören werden zu kämpfen – für jede einzelne Seele, für jedes Leben, für jede zweite Chance.
Unsere Bitte an euch
Bitte unterstützt uns mit einer Mitgliedschaft, Spende oder Patenschaft, damit wir auch in Zukunft dort helfen können, wo Hilfe so dringend gebraucht wird – mitten im Leid, mitten in der Realität, mitten in Rumänien.